09. Januar 2019
Als ich kürzlich zu Gast bei einem Fernsehkoch war, um für die Zeitung ein Silvester-Menü mit ihm zu kochen, fiel mir meine frühere Ehrfurcht für Spitzenköche ein. Ich koche nicht gut, hatte zeitweise aber auch das Kochen zu meinem Hobby gemacht und bastelte an einer Koch-Homepage. Meine allererste Short Story, die vor über 20 Jahren entstand, dreht sich um die Gastronomie. Ein Krimi, was sonst. Der Titel lautete zunächst "Grande Cuisine und Griebenschmalz", allerdings riet mein...
14. April 2018
Heute ist der Geburtstag meiner lieben Freundin Ursula, über die ich hier schreiben möchte. Wir sind schon sehr lange befreundet, was mit der Gründung des Autorenclubs Wetterau begann. Auch wenn sie heute nicht mehr Mitglied ist, ist die Geschichte dieser Vereinigung für mich untrennbar mit ihr verbunden. 1999 wollte ich einen Autorenclub gründen. Ich hatte eine Annonce in der örtlichen Presse aufgegeben mit dem Hinweis, als Hobbyautorin Gleichgesinnte zu suchen. Es ging einiges an...
31. März 2018
Vor 85 Jahren kam mein Vater Peter Ihm an Ostern in die Schule. Seine Kindergärtnerin überreichte ihm zum Abschied ein kleines Fotoalbum mit Bildern aus seiner Zeit im Spielkreis. Dazu schrieb sie ihm einen sehr netten Brief, den er aufgehoben hat. Sie hieß Lucie Ritter und muss eine recht einfühlsame Erzieherin gewesen sein - man kann es spüren, wenn man ihre Zeilen liest. Das letzte Bild zeigt meinen Vater stolz mit der Zuckertüte, er strahlte, weil er in die Schule kam. Da tut er mir...
15. Januar 2018
Bei meinem literarischen Schreiben haben sich zwei Schwerpunkte herauskristallisiert; zum einen ist dies die Regionalität mit Kurzgeschichten, zum anderen die Internationalität, wobei hier eher das biografische Schreiben eine Rolle spielt. Auch in 2018 habe ich Projekte geplant. Ich möchte mit meiner Schwester an den Lago Maggiore reisen, wo wir als Kinder während unserer ersten Lebensjahre aufwuchsen. Viel Erinnerung ist nicht mehr da, und gerade versuche ich, dem auf die Sprünge zu...
06. Januar 2018
Die Autorin hieß Barbara Beuys, ihr Buch „Denn ich bin krank vor Liebe“. Es ging um das Leben der Hildegard von Bingen. Bevor ich losmarschierte, überlegte ich, ob ich wohl Eintritt zahlen müsse. Mein Vater, mit dem ich mich am Telefon darüber unterhielt, erklärte mich für verrückt. „Selbstverständlich nicht – du gehst ja hin, um zu arbeiten.“ Es war ein gutes Gefühl, am Eingang zu sagen: „Guten Abend, ich komme von der Zeitung.“ Die Buchhändlerin brachte mich sofort zu...
29. Dezember 2017
„Sie haben sich bei uns beworben – Herr C. würde Sie gerne kennenlernen“, sagte eine freundliche Dame, die offenbar seine Sekretärin war. „Oh, nein!“, dachte ich, erklärte aber: „Oh, wie schön. Ich komme gerne.“ Wenigstens anhören konnte man sich die Sache ja. Ich machte einen Friseurtermin aus, zog mich gut an und ging zum Vorstellungsgespräch. Mich empfing der Redaktionsleiter C. in seinem Büro. Ich hatte Schreibproben eingereicht, von denen ich genügend parat hatte, da...
23. November 2017
Schon seit meiner Kindheit wollte ich beruflich etwas mit Schreiben machen, und so ist es auch gekommen. Hier will ich Einblicke in dieses Thema geben und erzählen, wie es dazu kam, eine Reporterin zu sein. Im Grunde war es trotz des Kindheitswunsches letztlich einem Zufall geschuldet. Freie Journalistin wollte ich, als ich im Jahr 2000 einen Job suchte, anfangs eigentlich gar nicht werden. Ich war als Mutter weitgehend zu Hause, jobbte nur ein bisschen im heimischen Mütter- und...